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Energiewende in Europa

Energiewende in Europa

Die Energiewende gilt als deutsches Phänomen und die Bundesrepublik übernimmt seit dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie eine Vorreiterrolle in Europa. So hat allein hierzulande der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie seit dem Jahr 2000 konstant zugenommen. Waren es zur Jahrtausendwende noch 6 Prozent summierte sich der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2020 bereits auf über 50 Prozent beim Stromverbrauch.

Doch wie sieht es eigentlich bei unseren Nachbarländern aus? Und worauf wird beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa am meisten gesetzt? Wir geben einen Überblick, wie weit die Energiewende in Europa vorangeschritten ist und welchen Anteil die erneuerbaren Energien am gesamteuropäischen Energiemix ausmachen.



Anteil erneuerbarer Energien in Europa

Laut dem „europäischen Green Deal“ will Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu werden. Für die Energiewende in Europa gibt es rechtsverbindliche Ziele, die im April 2009 in Form einer EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien (RL 2009/28/EG) verabschiedet wurden. In dem seitens der einzelnen EU-Staaten vereinbarten Maßnahmenpaket nimmt der Ausbau der erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle ein. Für das Jahr 2020 strebt die EU das ambitionierte Ziel an, mehr als 20 Prozent des eigenen Endenergieverbrauchs mithilfe regenerativer Energiequellen zu decken. Ein Betrag, der bis 2030 kontinuierlich wachsen und auf über 32,5 Prozent ansteigen soll.

Um den Anteil an erneuerbaren Energien auf nationaler Ebene konsequent voranzutreiben muss jedes EU-Land entsprechende Maßnahmen ergreifen und Aktionspläne definieren. Spitzenreiter im gesamteuropäischen Vergleich waren im Jahr 2018 laut einer Studie des statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat): Schweden (54,6 %), Finnland (41,2 %) und Lettland (40,3%).

Als am weitesten entfernt von den eigenen Zielwerten galten hingegen Luxemburg (9,1 %), Malta (8,0 %) und die Niederlande (7,4%), wo dementsprechend auch die niedrigsten Anteile an erneuerbarer Energie in Europa registriert wurden. Während Österreich (33,4 %) beim Thema Energiewende in Europa ganz vorne mitspielen kann, bewegt sich Deutschland mit lediglich 16,5 Prozent eher im Mittelfeld. Somit liegt noch ein langer Weg vor den 28 Mitgliedstaaten der EU, von denen immerhin bereits 12 Länder einen Teil ihrer national festgelegten Zielvorgaben erreicht haben oder sogar bereits darüber liegen.

Infografik

Österreich, Frankreich, Dänemark & Norwegen im Vergleich

Im Gegensatz zu Deutschland hat sich Österreich ein etwas größeres Ziel gesetzt, was die Umsetzung der vereinbarten Energiewende in Europa betrifft. So will der Alpenstaat laut dem Online-Portal Statista bis 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch auf über 45 bis 50 Prozent ausbauen. Demgegenüber soll bis dato der gesamte Stromverbrauch innerhalb Österreichs über regenerative Energiequellen erfolgen. Beim landesweiten Energiemix bilden nach wie vor die regenerativen Energiequellen die absolute Mehrheit, wobei deren Anteil an der Primärenergieerzeugung im Jahr 2019 bei rund 83 Prozent (Stand 2019) lag. Diese setzten sich dabei zu mehr als 60 Prozent aus Wasserkraft und knapp 16 Prozent aus Windkraft, Photovoltaik sowie anderen nachwachsenden Rohstoffen zusammen.

Dabei spielen dem Alpenland die unzähligen Flüsse in die Hände, die geschickt zur sauberen Energiegewinnung aus Wasserkraft genutzt werden. Allein die rund 4.000 Kleinwasserkraftwerke versorgen mehr als 50% der österreichischen Haushalte. Im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern wäre es durch die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien somit möglich, pro Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen an CO₂-Emissionen einzusparen. Vorausgesetzt Österreich schafft es, die hochgesteckten Ziele bis 2030 umzusetzen. Auf diese Weise will der Alpenstaat seiner Spitzenstellung beim Ökostrom auch wirtschaftlich gerecht werden und nach dem Wunsch der Politik internationaler Vorreiter in Umwelttechnologien werden. Schon heute geht man davon aus, dass die Energiewende in Europa nicht nur die mehr als 90.000 Arbeitsplätze im Bereich der „Erneuerbaren“ sicherstellt, sondern in den nächsten zehn Jahren sogar bis zu 100.000 weitere Jobs für die rund 8,9 Millionen Einwohner dazu kommen könnten.

Frankreich spielt bei den Anteilen nachhaltiger Energien in Europa nur im Mittelfeld mit. Dazu trägt auch der Umstand bei, dass die Franzosen bei der Energieversorgung weltweit wie kein zweites Land bevorzugt auf Atomkraft setzen: Insgesamt 56 Reaktoren produzieren momentan an 19 Standorten mehr als zwei Drittel (70 %) des im Inland erzeugten Stroms. Mit Blick auf die angestrebte Energiewende in Europa sollen davon aber mehr als die Hälfte bis zum Jahr 2025 vom Netz genommen werden. Gerade weil das Öl- und Gasvorkommen im eigenen Land so gering ausfällt und seit 2004 komplett auf den Abbau von Steinkohle verzichtet wurde, nimmt die Atomkraft eine Schlüsselrolle ein. Schließlich verschaffte sie Frankreich mehr Unabhängigkeit gegenüber Rohstoffimporten aus dem Ausland und sorgte für jährliche Exportüberschüsse beim Strom bzw. relativ niedrige CO₂-Emissionen aus fossilen Energieträgern.

Mittlerweile ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion deutlich gestiegen und soll im Jahr 2020 auf 23 Prozent am Endenergieverbrauch ansteigen. Im Energiemix mit Wind und Sonne machen die „Erneuerbaren“ aber gerade einmal 10 Prozent aus, während in Deutschland dieser Wert bei mehr als einem Drittel liegt. Geht es nach dem im Jahr 2015 verabschiedeten „Gesetz zur Energiewende für grünes Wachstum“ (LTECV) soll dieser Anteil bis 2030 jedoch auf mehr als 32 Prozent steigen. Im Vergleich zu Österreich (45%) oder dem skandinavischen Musterschüler Schweden (50%) mag das wenig erscheinen. Eine kleine Revolution ist es für das Land der Gourmets allemal. Daran ändert auch die Aussage der Macron Regierung im Jahr 2017 wenig, laut der sich das ehrgeizige Ziel zum Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien wohl um zehn Jahre verzögern werde.

Bemessen am Endverbrauch zählt Dänemark neben Schweden, Finnland und Lettland zu denjenigen EU-Staaten, die den höchsten Anteil an erneuerbarer Energie in Europa erzeugen. Damit zählt das skandinavische Land mit seinen 5,8 Millionen Einwohnern im Hinblick auf die angestrebte Energiewende in Europa zu den absoluten Vorreitern. Gerade weil das rohstoffarme Land besonders viel Wert auf eine unabhängige Energieversorgung legt, wird verstärkt auf die Windkraftenergie sowie den Ausbau von Off- und Onshore-Anlagen entlang der Küsten gesetzt. So deckte im Jahr 2019 allein die Windenergie rund 47 Prozent des landesweiten Gesamtstromverbrauchs ab, wobei überschüssige Windenergie ins Ausland exportiert wird.

Damit trugen bereits im Jahr 2017 sowohl Wind- und Wasserkraftenergie als auch Photovoltaik - und Biomasse-Anlagen gemeinsam rund drei Viertel der Stromerzeugung in Dänemark bei. Und auch in den nächsten Jahren soll mit der Energiewende noch lange nicht Schluss sein. Denn geht es nach dem dänischen Parlament sollen die erneuerbaren Energien bis 2030 einen Anteil von 90 Prozent an der Strom- und Wärmeversorgung besitzen. Ein Wert, der bis 2050 sogar auf 100 Prozent steigen und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen endgültig beenden soll. Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der hochgesteckten Klimaziele könnte dann ein modernes Energiekonzept auf Basis sogenannter „Energieinseln“ leisten. Diese dienen als Drehscheibe für die Stromerzeugung aus umliegenden Offshore-Windparks und sollen die verschiedenen Nordseeländer untereinander verbinden, um diese mit Windenergie zu versorgen.

Norwegen war im Jahr 2018 mit einem Anteil von über 70 Prozent an erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch in Europa absoluter Spitzenreiter. Genauso wie Österreich setzt Norwegen dabei gezielt auf die natürliche Kraft des Wassers und nutzt die eigenen Binnengewässer konsequent für die Erzeugung von Strom. Das gewaltige Reservoir mit über 160.000 Binnenseen, die häufig auf mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel liegen, bieten ideale Voraussetzung für eine effektive Energiegewinnung. Über 1.550 große und kleine Wasserkraftwerke, meist Pumpspeicher-Kraftwerke, decken mit ihrer Produktion nahezu den kompletten Strombedarf des Landes (98 %) ab. Hinzu kommen knapp zwei Prozent aus anderen erneuerbaren Energiequellen sowie drei Erdgaskraftwerken.

Damit dürfte es Norwegen als einem der ersten Staaten in Europa gelingen, den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromproduktion auf 100 Prozent auszubauen. Demnach gelang es dem Nicht-EU-Land bereits im Jahr 2018, mehr erneuerbare Energien zu produzieren als es selbst verbraucht. Überschüssige Energie wird dementsprechend in andere Länder Europas exportiert. So beliefert Norwegen mittlerweile nicht mehr nur die skandinavischen Nachbarländer Schweden und Dänemark mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. In Zukunft wird wohl auch Deutschland dank ambitionierter Verbindungsleitungsprojekte von der natürlichen Kraft der norwegischen Gewässer profitieren. Denn bis 2020 sollen allein sieben Unterseekabel für Strom auf dem europäischen „Festland“ sorgen – darunter auch das armdicke, 516 Kilometer lange Seekabel „NordLink“, das auf dem Grund der Nordsee verlegt wird. Allein dessen Kapazität reicht aus, um rund 3,6 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen.

Unser Beitrag zur Energiewende

“Wir sind entschlossen, den Klimawandel zu bekämpfen, das Leben der Menschen zu verbessern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen.”

- Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON SE

Wir beliefern unsere Kunden bereits seit mehreren Jahren mit einen Strommix, der zu über der Hälfte aus erneuerbaren Energien besteht. Emissionen, auf die wir als Unternehmen direkt Einfluss nehmen können, möchten wir stetig weiter reduzieren, um bis 2040 CO2-neutral zu werden und unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten. Dafür entwickeln wir unser Produktportfolio kontinuierlich weiter.

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