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Energieeffizienzklassen im Überblick

Eenergieverbrauchskennzeichnung

Wie effizient technische Geräte, Gebäude oder Maschinen bzw. Fahrzeuge sind, muss innerhalb der EU anhand von Energieeffizienzklassen deklariert werden. Bei Elektrogeräten handelt es sich dabei um ein leicht verständliches Energielabel.

So sind seit Ende 2011 die meisten Hersteller technischer Produkte dazu verpflichtet, die Verbraucher*innen über den tatsächlichen Stromverbrauch eines Geräts aufzuklären – und zwar leicht und verständlich. E.ON hat für Sie zusammengefasst, was es mit dem bunten Balkendiagramm auf sich hat.


EU-Richtlinien & Energie-Labels: mehr Effizienz beim Stromverbrauch

Bunte Balken, viele Buchstaben: Wer einen neuen Kühlschrank, eine Waschmaschine oder andere elektrische Haushaltshelfer sucht, stolpert früher oder später über die auffälligen Sticker an den Geräten – die sogenannten Energieeffizienzklassen. Seit 1998 sind Hersteller dazu verpflichtet, ihre Geräte entsprechend der Energieeffizienz leicht verständlich zu kennzeichnen. Soviel vorweg: Wer nicht weiß, was es mit dem bunten Balken in Regenbogenfarben auf sich hat, dürfte sich definitiv schwer damit tun.

Die „EU-Energieverbrauchs-Kennzeichnung“ – besser bekannt als EU-Label oder Energieetikett – soll seit dessen Einführung dazu beigetragen haben, die Energieeffizienz von Elektrogeräten weiter zu steigern. Laut Bundesumweltamt  konnte demnach der durchschnittliche Energieverbrauch innerhalb von nur fünf Jahren bereits um 9% gesenkt werden. Was die Energieeffizienzklassen jedoch wirklich aussagen, ist für den Verbraucher nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich. Zumindest, wenn man sich vorab nicht eingehend mit dem EU-Label beschäftigt hat. Sofern man es jedoch korrekt interpretiert, kann es durchaus wertvolle Informationen darüber preisgeben, wie effizient ein Elektrogerät mit Energie umgeht, wie sparsam es ist oder ob es als Stromfresser eingestuft werden muss.

Energieeffizienzklassen im Überblick

Innerhalb der gesamten EU müssen Hersteller angeben, wie der Energieverbrauch ihrer Geräte zu bewerten ist. Hierfür muss ein entsprechendes Energie-Label deutlich sichtbar an der Vorder- oder Oberseite eines Gerätes im Verkaufs- oder Ausstellungsraum angebracht sein. So auch hierzulande, wo die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz für die Energieeffizienz zuständig ist.

In die verschiedenen Energieeffizienzklassen müssen sowohl Kühl- und Gefriergeräte als auch Waschmaschinen und Trockner, Geschirrspüler, Lampen, Raumklimageräte, Elektrobacköfen, Autos, Fernseher, Dunstabzugshauben, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher eingeteilt werden. Seit Anfang 2019 dürfen Staubsauger wieder ohne Energielabel verkauft werden. Darüber hinaus soll in den nächsten Jahren eine Kennzeichnung für Wohnraumlüftungsanlagen, gewerbliche Kühlregale und -truhen, Festbrennstoffkessel und Elektroheizungen hinzukommen.

Die 10 Produktklassen des Energieeffizienzlabels im Überblick
  • Backöfen
  • Dunstabzugshauben
  • Fernseher
  • Geschirrspüler
  • Heizgeräte
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Lampen und Leuchten
  • Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher
  • Waschmaschinen
  • Weinschränke

Einteilung von Geräten nach Stromverbrauch

Mit Einführung des Energielabels wurden ausgewählte Elektrogeräte, die bevorzugt und vor allem besonders häufig im Haushalt zum Einsatz kommen, in sogenannte Energieeffizienzklassen von A bis D eingeteilt. Also von der besten (A) bis hin zur schlechtesten Energieeffizienz (D). Der Großteil wurde dabei der Klasse A zugwiesen, sofern die Geräte einen besonders effizienten Energieverbrauch vorweisen können. Allerdings waren die Unterschiede im Stromverbrauch nach wie vor sehr hoch, weshalb mit der EU-Richtlinie 2010/30/EG eine zusätzliche Unterteilung in die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ erfolgte. Dadurch wurde allerdings die Aussagekraft des Labels geschmälert.

Aus diesem Grund sollen ab März 2021 die bisherigen Energieeffizienzklassen nach und nach abgeschafft und für einige Produktgruppen neue Energielabels eingeführt werden. Diese zeichnen die einzelnen Elektrogeräte wieder auf einer Skala von A bis G aus und ermöglichen den schnellen Zugriff auf weitere Informationen mithilfe eines darauf abgebildeten QR-Codes. Ziel ist es, dadurch den Druck auf die Hersteller zu erhöhen, um noch effizientere Geräte zu entwickeln. Denn laut der Verbraucherzentrale dürften alle bisher als A+++ klassifizierten Geräte künftig in den unteren Energieeffizienzklassen C bis E landen.

Energieeffizienzkennzeichnung alt vs. neu
Altes vs. neues Energieeffizienzlabel
Gut zu wissen

Der auf den neuen Energielabels ausgewiesene Stromverbrauch des Elektrogeräts ist mit den Angaben der alten Etiketten nicht mehr vergleichbar. Grund hierfür sind neue Messverfahren, die den Stromverbrauch deutlich realistischer abbilden können.

Aussagekraft Energieeffizienlabel

Hintergrund der EU-weiten Klassifizierung ist die Förderung von besonders energiesparenden Geräten. Zur Berechnung der Energieeffizienz werden dabei verschiedene Geräte anhand ihrer Größe sortiert. Fernseher zum Beispiel werden nach der Bildschirmdiagonale unterschieden, während bei Kühlschränken das Volumen entscheidend ist. Für jede Geräteklasse wird ein fiktives Referenzgerät definiert, an dem sich die Zuordnung zu einer bestimmten Energieeffizienzklasse orientiert.

Je nachdem, wie stark die Abweichung des tatsächlichen Energieverbrauchs vom Referenzwert seiner Größenklasse abweicht, erhält ein Elektrogerät einen entsprechenden Energieeffizienzindex. Je kleiner der Energieeffizienzindex ausfällt, desto effizienter ist das Gerät. Diese Energieeffizienz-Index-Bereiche werden dann zu Energieeffizienzklassen zusammengefasst. Ausgehend von einem Energieeffizienzindex von 100 % für das fiktive Referenzgerät erhält zum Beispiel ein Fernseher, der weniger als 10 % der Energie verbraucht, eine Energieeffizienzklasse von A+++. Verbraucht ein Fernseher mehr als 100%, landet das TV-Gerät folgerichtig nur in der Klasse G.

Energieeffizienzklasse Fernseher

Was anfangs noch als hilfreiche Regelung für Verbraucher gedacht war, hat sich inzwischen zu einem irreführenden Projekt entwickelt. Denn während Geräte im Jahr 1998 mit der Klasse A noch sehr gute Energieeffizienzwerte vorwiesen, sind neuer Produkte mit einem Energielabel A heute nicht mehr unbedingt sparsam. Dazu kommt der Umstand, dass die bisherigen EU-Richtlinien aufgrund des technischen Fortschritts kontinuierlich erweitert und ergänzt werden müssen. So ist die Klassifizierung der Energieeffizienz weder transparent, da sich Einteilung und Berechnungsgrundlage ständig verändern und auch nicht öffentlich zugänglich sind, noch sind die Berechnungen selbst nachvollziehbar. Was die Aussagekraft der Energieeffizienzklasse A also tatsächlich bedeutet, bleibt für den Konsumenten zumeist schleierhaft.

Das Beispiel eines Autos zeigt die Lücken im System sehr deutlich: Ein Kleinwagen verbraucht zum Beispiel per se weniger Treibstoff, da er sehr leicht ist. Ein SUV ist im Vergleich dazu ein Kraftstoffschlucker, da zum Bewegen der großen Masse auch mehr Leistung benötigt wird. Zwar stößt der Kleinwagen weniger CO2 aus als der SUV, doch verbraucht dieser weniger effizient Benzin oder Diesel. Dementsprechend besitzt der City-Flitzer auch eine schlechtere Energieeffizienzklasse als der SUV. Konkret: Ein Porsche Cayenne S Hybrid mit 279 kW (380 PS), einer Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h, einem CO2-Ausstoß von 193 g/km und einem Fahrzeuggewicht von 2,3 t wird in die Effizienzklasse B eingestuft. Ein Toyota Aygo oder ein Peugeot 107 mit einem Verbrauch von 4,5 l/100 km und einem CO2-Ausstoß von 106 g/km hingegen, wird der Effizienzklasse D zugeordnet.


Energieeffizienz oder Stromfresser: Welches Elektrogerät kaufen?

Entscheidend beim Kauf von technischen Geräten ist wie so oft der letztendliche Nutzen. Eine Waschmaschine mit einer Energieeffizienzklasse schlechter als B sollte besser nicht im Einkaufswagen landen. Moderne Technik ist heutzutage durchaus in der Lage, stromsparend zu arbeiten und ermöglicht es Verbrauchern, ein nachhaltiges Leben im Einklang mit dem eigenen Gewissen zu führen.

Ob es nun Klasse B, A oder A+++ wird, sollte am Ende immer über den Verwendungszweck entschieden werden. Läuft der Fernseher voraussichtlich nur eine Stunde im Monat, muss es nicht zwingend die höchste Energieeffizienzklasse sein. Kühl- und Gefrierschränke, die 24 Stunden am Tag laufen und somit im Dauerbetrieb sind, sollten dagegen die höchste Energieeffizienz erfüllen. Ob sich ein Elektrogerät später doch noch als Stromfresser entpuppt, hängt somit immer auch vom eigenen Nutzverhalten ab. Daher lohnt es sich durchaus, sich schon vorab über den Energieverbrauch im Dauereinsatz zu informieren.

Die Energielabel verschiedener Geräte können Sie ganz entspannt auf unserer Produktvergleichsseite EasyCheck vergleichen. Hier finden Sie die effizientesten Haushaltsgeräte und den besten Preis für Ihren Haushalt.

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